Meran

12. Oktober 2013

Meran

Post aus Italien. Mit wunderbaren Tüchern, liebevoll von Hand bestickt und mit Gebrauchsspuren. Und schönen Geschichten dazu:

„Aloisia ist meine 93jährige Großtante Luise, gelernte Schneiderin und ein unglaublich feiner Mensch. B steht für Berta, ihre Schwester, also meine, leider schon verstorbene, Oma. Eine starke Frau. M ist meine Mutter Margit, die ihre Aussteuer sticken musste. Sie hat es wirklich gehasst, also von ihr kann ich die Liebe zum Nähen nicht geerbt haben. Das andere M ist eine Freundin. Lilo wurde zu Lebzeiten meine Schwiegermutter genannt und niemand verwendete ihren richtigen Namen: Liselotte.

Rosa habe ich ganz blass geschrieben. Wir hatten eine Kinderfrau, sie war wie eine zweite Oma, bzw. Mutter für mich. Sie wohnte bei uns. Sie kam zu uns, kurz nachdem sie Witwe geworden war. Sie hatte keine eigenen Kinder, war unglaublich bescheiden und hat sich immer zurückgenommen. Ihr verdanke ich viel.

HD das ist meine Wenigkeit und dieses Taschentuch hat eine lange Geschichte, aber die erzähl ich dir, wenn du mal in Meran vorbeischaust.

Eine andere Geschichte beginnt so: „HAST DU EIN TASCHENTUCH, fragte die Mutter jeden Morgen am Haustor, bevor ich auf die Staße ging.“ Die Geschichte ist von Herta Müller und du findest sie im Buch „Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel“.

HD“

Was ich noch hinzufügen möchte: Besonders interessant sind die beiden Monogramm in blau und gelb. Eine ganz feine Applikation bildet dort einen Teil des „M“.

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